Gute Abschlüsse und gute Anfänge

Der Anfang und der Abschluss sind in vielerlei Hinsicht wichtig. In allen Kulturen gibt es Zeremonien zum Beginn und zum Ende eines menschlichen Lebens. Auch dafür, wie wir unseren Tag beginnen und abschließen, entwickeln wir oft Gewohnheiten und Routinen. Und es gibt viele weitere Beispiele. Bei der Territorialen Leiterkonferenz habe ich meine Ziele für das kommende Jahr mitgeteilt. Eines davon ist das Feiern guter Abschlüsse und guter Neuanfänge.sea-shore-2Wenn mir bewusst ist, dass ich nicht das Opfer der Veränderungen um mich herum bin und dass ich nicht alles akzeptieren muss, habe ich eine gute Grundlage dafür, in Gott Ruhe zu finden. Durch die Erlösung bin ich sein Kind. Ich gehöre zu seiner Geschichte in dieser Welt, und er gehört zu meiner Geschichte. Und meine Berufung im Leben ist verwoben mit Ihrer Berufung und der Berufung vieler anderer. Abschlüsse und Anfänge sind einfach ein Teil des Lebens. Ob man sich ihnen gegenüber als Opfer fühlt oder siegreich daraus hervorgeht, hängt davon ab, ob man empfindsam ist gegenüber dem, was Gott sagt, und seine Führung erkennt.

Auch unter den frühen Nachfolgern Jesu gab es bereits unterschiedliche Meinungen und Veränderungen. Einige Veränderungen kamen dadurch zustande, dass Gott eingegriffen hat. Andere entstanden dadurch, dass manche sich den Aussagen der Guten Nachricht widersetzten. Die Apostelgeschichte ist wie ein Lehrgang, wie Jünger Jesu mit Unerwartetem umgehen. Keiner, noch nicht einmal Petrus, der Fels, konnte es vermeiden, Fehler zu machen. Aber es war auch niemand von dem Angebot der Gnade und Versöhnung ausgeschlossen.

limelight-collective

Ein Beispiel für einen neuen Anfang: “Eine Gemeinschaft von darstellenden Künstlern und Fans auf einer gemeinsamen Reise, um christliche Spiritualität zu erkunden.” Kastanienallee 71, Berlin

In einer so alten Bewegung wie der Heilsarmee kann man manchmal die falsche Lehre hören: Wenn wir weiter das tun, was wir immer getan haben und was hilfreich war, dann sind wir über alle Kritik erhaben und erfüllen unsere Berufung. Das ist in der Tat eine falsche Lehre. Das Kriterium dafür, ob man Gottes Willen tut, liegt nicht darin, dass man Aktivitäten als solche miteinander vergleicht. Zum Beispiel können Freigottesdienste völlig nutzlos sein, um Menschen zu erreichen, aber sie können auch gerade das Richtige sein. Moderne Lobpreislieder zu singen, kann Menschen von Gott entfremden oder die Herzen von Neuankömmlingen erreichen. Ein Korps-Café kann der Ausgangspunkt für den Aufbau von Beziehungen sein, oder aber es kann die Zeit des Leiters verschwenden und ihn davon abhalten, die Heilssoldaten dabei zu begleiten, dass sie ihre Gaben und ihren Platz entdecken, an dem sie Gott dienen können.

Sie verstehen sicher, was ich meine. Wir sollten aufhören, Dinge zu tun, zu denen uns Gott nicht berufen hat, und Aktivitäten am Leben zu erhalten, die für Gott keine Frucht tragen. Um herauszufinden, ob das der Fall ist, sollten Sie zusammenkommen und ehrlich darüber reden und beten. Prüfen Sie Ihre Motive für das, womit Sie weitermachen, für das, was Sie beenden, und für das, was stattdessen getan werden soll.

Wenn wir mit etwas aufhören, sehen Sie das nicht als Niederlage. Feiern Sie, was in der Vergangenheit erreicht wurde, und feiern Sie Visionen und Anfänge dessen, was Gott stattdessen mit Ihnen und durch Sie tun möchte. Wenn unser Ziel ist, dass das Reich Gottes ins Leben der Menschen und in die Gesellschaft kommt, und nicht nur, dass sich bestimmte Aktivitäten immer wiederholen, dann können wir sicher sein, dass wir ein Teil der Bewegung „Die ganze Welt mobilisieren“ sind.

d-m-bowlesKonkret ist es für mich an der Zeit, die Oberstleutnants Marsha- Jean und David Bowles für ihre fast 20 Jahre Dienst in diesem Territorium zu feiern und ihnen Danke zu sagen. Sie und ihre Familie waren ein Geschenk Gottes für uns. Wir werden sie sehr vermissen. Aber wir feiern mit ihnen auch ihren Neuanfang in Kanada. Und wir freuen uns, mit Gott und den Oberstleutnants Hervé und Deborah Cachelin in die Zukunft zu gehen.

Link, Berliner Morgenpost, Interview Shaw Coleman, leader of the Limelight Collective.

Dieser Text wurde veröffentlicht in der Dezember-Ausgabe von “Das Forum”.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s