Ein Ort, wo man hingehört

Jeder hat eine. Die meisten Menschen lieben ihre. Manchmal ist sie zerrüttet oder gestört. Manche vermissen sie sehr. Manche tragen Wunden, weil sie ein Ort der Gewalt war, während andere dort Freude und Liebe erfahren haben. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Formen. Sogar Gott hat eine. Wir sprechen von der Familie. Alle gläubigen Christen gehören zu zwei Familien. In die erste werden wir hineingeboren. Die zweite ist die Familie der Gläubigen.

Familientag Berlin 2016

Familientag Berlin 2016

In unserer Zeit sehen Familien unterschiedlich aus. Vor wenigen Generationen gab es noch kaum Alternativen zur traditionellen Familie aus drei Generationen. Heute kennen wir auch Patchwork-Familien. In Europa sehen wir auch immer mehr Großfamilien aus anderen Kulturen. Ich glaube, dass Familien gut und liebevoll sein können, auch wenn sie von außen anders aussehen. Ich glaube auch, dass Gott die traditionelle Familie zum Eckstein einer gut funktionierenden Gesellschaft bestimmt hat. Das bedeutet aber nicht, dass wir keine Verantwortung füreinander hätten, wenn Beziehungen nicht gut funktionieren.

Doch um dem, was schon gut ist, etwas noch Besseres hinzuzufügen, hat Gott uns auch in seine Familie berufen. Lasst uns daher anschauen, was wir von Jesus über die Familien lernen können, zu denen wir gehören. Jesus zeigte, was es bedeutet, ein Teenager zu werden. Im Alter von zwölf Jahren blieb er in der großen Stadt Jerusalem zurück, um mit den Professoren dieser Zeit zu sprechen. Obwohl er seinen Eltern damit Umstände und Sorgen machte, folgte er seiner von Gott geschenkten Neugier. Daraus lernen wir, dass sowohl Eltern als auch Leiter im Korps die Zeit im Leben von Menschen nutzen sollen, wenn diese Vorbilder außerhalb ihres Elternhauses suchen und alles zu hinterfragen beginnen. Wir sollen ihnen Abenteuer in Gottes Reich anbieten.

Als Jesus sein Wirken beginnt, sehen wir, dass er sich von seinen Geschwistern und seiner Mutter distanziert. Sie suchen ihn, aber er scheint sie zu ignorieren. (hier lesen) Stattdessen sagt er, seine Familie seien diejenigen, die den Willen seines Vaters im Himmel tun. Ein anderes Mal sagt er mit noch drastischeren Worten, dass wir unsere nahen Verwandten und sogar uns selbst hassen müssen, um seine Jünger zu werden. Wie sollen wir das verstehen? (hier lesen)

Ich denke, es ist wichtig, den großen Zusammenhang zu sehen. Jesus ist dabei, den revolutionären Gedanken zu etablieren, dass Gott auf der Erde durch Liebe und Gerechtigkeit regieren kann. Sein Reich wird in dieser zerbrochenen Welt wirken. Damit wir diese Vision erfassen und Teil dieser Realität werden, drückt Jesus sich manchmal drastisch aus, um uns die Augen zu öffnen. Er möchte, dass wir auf seine Macht, seine Liebe und seine Pläne vertrauen. Das muss zuerst kommen. Andere irdische Dinge wie die Familie sind wichtig, aber sie werden nur gesegnet sein, wenn sie an zweiter Stelle kommen, nachdem wir uns aus ganzem Herzen Jesus gegeben haben.

Seine Familienangehörigen mussten erst die Ereignisse an Ostern sehen und den Heiligen Geist an Pfingsten empfangen, um Mitglieder der Familie der Gläubigen zu werden. (hier lesen) Genauso genügt es nicht, in einer christlichen Familie aufzuwachsen, um ein Kind Gottes zu werden. (Oder, wie einmal jemand gesagt hat: Man wird kein Auto, nur, weil man in einer Garage geboren wurde.) Auch in unserer Zeit müssen junge Menschen in unserem Korps oder unserer Gemeinde die Erfahrung machen, dass es nötig ist, die Sünden zu bekennen und Vergebung zu erhalten, um in Gottes Familie hineingeboren zu werden. Und sie müssen zur Quelle des überfließenden Lebens geführt werden und vom Heiligen Geist zu trinken, um die Erfahrung zu machen, dass sie zu einer Familie gehören, die ihnen Freiheit und Gemeinschaft gibt.

Mein Gebet für Sie ist, dass Sie in Ihren beiden Familien das Leben in ganzer Fülle genießen (Johannes 10,10).

Aus dem Forum 10/2016

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