Spiele machen und beten

Ich bin gerne bei Veranstaltungen, wo Zeit ist, sich unter die Leute zu mischen und zu sehen, wie sich Gespräche entwickeln. In solchen Situationen ist der Heilige Geist ein wunderbarer Leiter.

Eine solche Situation habe ich in Klaipeda, Litauen, beim Besuch des Internationalen Leiters der Heilsarmee, General André Cox, und Kommandeurin Silvia Cox erlebt. (Hier können Sie einen Bericht über das Wochenende auf Englisch und Deutsch lesen.)

Am Sonntagnachmittag beteiligten wir uns alle an dem Spaß und der Gemeinschaft für Familien, die das Korps in seinen Räumen anbietet. Ein solcher Nachmittag fand zum zweiten Mal statt. Der ganze Versammlungssaal wird zu einer Spielfläche umgestaltet, ruhigere Spiele finden in einem kleineren Zimmer statt. Es werden Erfrischungen angeboten und die Erwachsenen können zusammensitzen und sich unterhalten oder bei den Spielen mitmachen. Die Einladungen zu diesen Tagen werden an Menschen verteilt, die zu dem Secondhand-Kleiderverkauf kommen, der jeden Monat am selben Ort stattfindet.blogg-1

Alle örtlichen Mitarbeiter und die Offiziere, die zu Besuch waren (einschließlich des Generals und Kommandeurin Cox) trugen gelbe T-Shirts mit einem großen Logo und beteiligten sich sehr aktiv an den Spielen und Gesprächen.

Ich ging herum, machte bei Spielen mit und versuchte etwas Smalltalk mit Eltern und Kindern in einer Sprache, in der wir beide ein paar Sätze sagen konnten. Besonders ermutigt war ich durch zwei kurze Wortwechsel mit Vätern, die ich mit Ihnen teilen möchte. Die Gespräche waren unterschiedlich, doch in beiden Situationen empfand ich eindeutig die Führung Gottes.

Mit einem Vater unterhielt ich mich ganz allgemein. Er war in England, um Englisch zu lernen, er segelt gerne. Ich erzählte ein wenig über mich usw. So weit kamen wir. Doch nach einer Weile bemerkte ich, dass er begonnen hatte, ein Buch zu lesen, das dort auslag. Es war das Buch „Words of Life“, das kurze tägliche Impulse über das Leben mit Gott enthält. Ich hätte gedacht, dass er ein gutes Leben hat, doch offensichtlich suchte er nach mehr als „gut“ und nur Gott weiß alles.blogg-2

Der andere Mann sprach auch etwas Englisch. Er arbeitet als Lkw-Fahrer in Deutschland. Als er die Stadt erwähnte, in der er lebt, erzählte ich ihm, dass wir in dieser Stadt eine Heilsarmee-Gemeinde haben. Doch dann sah ich eine Traurigkeit, fast schon Besorgnis in seinem Ausdruck, als er sagte, dass er jetzt in Klaipeda ist, weil er wegen Rückenproblemen nicht arbeiten kann.

Sofort kam mir ein Gedanke und ich fragte ihn, ohne lange zu überlegen: „Darf ich für Ihren Rücken zu Gott beten?” Seine Antwort kam auch sofort und ohne Zögern: „Ja.” So standen wir da zwischen den hüpfenden Bällen und fröhlichen Kinderstimmen und ich betete einfach, dass Gott seinen Rücken heilt, damit er wieder zur Arbeit gehen kann.

In einer solchen Situation geraten wir leicht in die Versuchung, dass wir nicht wagen zu beten, weil dabei vielleicht nicht das herauskommt, was wir uns erhoffen. Doch ich habe von Jesus gelernt, dass es meine Pflicht ist, einfach der Führung Gottes zu gehorchen. Der Rest ist seine Verantwortung. Gott gebraucht Gebete, die aus Liebe, Geist und Wahrheit kommen, immer für etwas Gutes.

Gott kennt die Situation jedes Menschen sehr gut. Seine Gegenwart bewirkt immer eine Veränderung zum Guten, ob es um das Aufdecken verborgener Sünden geht, die Steigerung unserer Freude oder ob er uns dabei leitet, wenn wir seine Gegenwart, sein Reich und seine Gerechtigkeit in diese Welt bringen.

In den zwei schönen Stunden in Klaipeda wurde ich daran erinnert, dass eine fröhliche Gemeinschaft eine von Gottes besten Möglichkeiten ist, Menschen kosten zu lassen, wie gut es ist, sein Kind zu sein.blogg-3

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